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Wodka ist immer koscher

Im Rahmen des Römerforums der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen war zum Auftakt der neuen Saison am 30. August 2026 Küf Kaufmann am Peter-Breuer-Gymnasium zu Gast. Die Veranstaltung unter dem Titel „Wodka ist immer koscher" fand in Kooperation mit der Pfarrei Heilige Familie statt und war außerordentlich gut besucht – ein deutliches Zeichen für das große Interesse an Kaufmanns Lebensgeschichte und seinem unverwechselbaren Humor.

Der Abend war zugleich Teil von „Tacheles", dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, das 2026 landesweit jüdisches Leben, jüdische Kultur und Geschichte in den Mittelpunkt rückt.

Ein Leben zwischen den Welten

Küf Kaufmann, geboren 1947 in der Sowjetunion, kam 1990 nach Deutschland und lebt seitdem in Leipzig. Dort ist er Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde und Leiter des Ariowitsch-Hauses, des jüdischen Kultur- und Begegnungszentrums der Stadt. Als Autor, Regisseur und Kabarettist hat er sich weit über Leipzig hinaus einen Namen gemacht – nicht zuletzt mit seinem gleichnamigen Roman „Wodka ist immer koscher", der Kaufmanns eigene Geschichte zwischen sowjetischer Vergangenheit und jüdischem Leben in Deutschland erzählt. Für sein Engagement im interreligiösen Dialog und in der Integrationsarbeit wurde er 2025 mit dem Sächsischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Humor als Brücke

Mit Witz, Selbstironie und großer Offenheit nahm Küf Kaufmann sein Publikum mit auf eine Reise durch sein bewegtes Leben – von der Kindheit in der Sowjetunion über die Ausreise nach Deutschland bis zum Aufbau jüdischen Lebens in Leipzig nach der Wende. Dabei gelang es ihm, ernste Themen wie Flucht, Migration und jüdische Identität mit einer Leichtigkeit zu verbinden, die zugleich zum Nachdenken einlud. Genau diese Verbindung aus Humor und Tiefgang machte den besonderen Reiz des Abends aus und sorgte für einen regen Austausch mit dem Publikum. Musikalisch wurde Kaufmann begleitet von Dr. Thomas Feist am Piano und Thomas Kempe am Saxophon.

Ein gelungener Abend im Zeichen der Begegnung

Die Veranstaltung fügte sich damit passgenau in das Anliegen des Römerforums ein, Persönlichkeiten und Themen von gesellschaftlicher Relevanz einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Kooperation mit der Pfarrei Heilige Familie und die große Resonanz zeigten einmal mehr, wie sehr ein solcher Abend Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringen kann – ganz im Sinne des interreligiösen Dialogs, für den Küf Kaufmann seit Jahrzehnten steht.

Thomas Wagner

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