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Gott, Geld und Genügsamkeit

Was ist uns wichtig, und was brauchen wir wirklich? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Abends im Zwickauer Römerforum der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, zu dem unsere Schule wieder zahlreiche Gäste begrüßen durfte. Referent am 05. Oktober 2026 war Prof. Rudolf Hein mit einem Vortrag unter dem Titel „Gott, Geld und Genügsamkeit".

Schon der Titel zeigt, wie weit der Bogen gespannt war. Ausgehend von biblischen und theologischen Perspektiven auf Besitz und Reichtum (etwa Spr 31 oder Gen 39 bzw. Mk 6,25 - 33) fragte Prof. Hein nach der Bedeutung des Geldes in unserem Leben: als nützliches Werkzeug, aber auch als Maßstab, der leicht über Wert und Würde von Menschen und Dingen entscheidet. Dem stellte er die Idee der Genügsamkeit gegenüber, nicht als Verzicht um des Verzichts willen, sondern als Haltung, die frei macht von dem Zwang, immer mehr haben zu müssen. Lebendig wurde der Vortrag durch den Bezug zur Gegenwart. Inflation und steigende Lebenshaltungskosten, die Frage nach einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, Konsumdruck durch soziale Medien und der Kontrast zwischen Überfluss und Armut, im Großen wie vor der eigenen Haustür, machten deutlich, wie aktuell die alten Fragen sind. Wirtschaft, Religion und Alltag erschienen so nicht als getrennte Bereiche, sondern als Felder, in denen jeder Einzelne täglich Entscheidungen trifft.

Gerade für unsere Schülerinnen und Schüler, die in einer Welt der ständigen Verfügbarkeit und des schnellen Konsums aufwachsen, bot der Abend wertvolle Denkanstöße. Wie viel ist genug? Wofür lohnt es sich, Geld und Zeit einzusetzen? Und wie können Werte auch im Umgang mit Besitz Orientierung geben?

Thomas Wagner

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